Rückenschmerzen - Wenn die Seele auf den Rücken drückt

Der Rücken symbolisiert das „sich Gerademachen“ das Aufrechtsein. Je gebeugter ein Mensch geht, desto mehr ist er willens, sich anderen anzupassen.  Man ist unehrlich zu sich selbst  und flüchtet in eine Form der Absicherung und Gemeinschaft, in der man sich verstellen muss. Man verbleibt in alten Gewohnheiten um Unterstützung von anderen zu erhalten. Man ist nicht wirklich offen, weder zu sich selbst, noch zu anderen. Selbstbewusstsein, Stabilität und Würde entsprechen dem „geraden Rücken“, der aufrechten Haltung. Der „Gebeugte“ „steht“ zu wenig zu sich selbst und achtet zu sehr auf andere.

 

 

"Die Wirbelsäule steht für die Freiheit, sich flexibel in alle möglichen Richtungen drehen zu können, eine Biegsamkeit,

die nur durch das Gefühl der Sicherheit und Unterstützung in der eigenen Struktur möglich ist"

 

 

 

Die Wirbelsäule in der Naturheilkunde

 

 

 

Die Wirbelsäule steht mit den inneren Organen eng in Zusammenhang. Durch die Wirbelsäule verläuft das Rückenmark und gibt einzelne Nervenwurzeln in entsprechende Segmente der Wirbelsäule ab. Die einzelnen Nerven versorgen die inneren Organe wie zum Beispiel die Lungen, den Magen und Darm. Kommt es zu Störungen im Organ, so können sich diese Funktionsstörungen in Beschwerden der Wirbelsäule im entsprechenden Segment zeigen. Umgekehrt können sich Beschwerden der Wirbelsäule auf die entsprechenden Organe auswirken.

 

 

Weiterhin ist die Wirbelsäule wie ein Mast zu sehen, der aufgerichtet und gerade steht. So muss jeder Mensch im Leben „seinen Mann stehen“.  

 

Eine Redewendung dafür sagt:„Sie/Er hat Rückgrat.“

 

 

 

Dieses Rückgrat benötigt man, um im Leben den äußeren Einflüssen stand zu halten und nicht umgeworfen zu werden. Besitzt man ein starkes Rückgrat, so steht der Mensch stabil im Leben und geht voran. Er steht hinter seinen Entscheidungen und übernimmt dafür die Verantwortung. Ein stabiler, beweglicher und gesunder Rücken „stützt“ unser Leben, gibt uns einen Rückhalt und hält uns dennoch in Körper und Geist beweglich.

 

 

 

Jeder Wirbel hat seine eigene Bedeutung und deutet auf ein persönliches Thema oder Trauma hin. Hier die Bedeutung der Symptome und Beispiele für homöopathische Unterstützung und die Bedeutung der Mittel. Die Variationen von Rückenschmerzen und Haltungsschäden sind vielfältig. In der gleichen Vielfalt entsprechen homöopathische Arzneien den diversen Schmerzzuständen.

 

 

 

Oberer Rücken:

 

Der obere Teil des Rückens steht für Emotionen und bearbeiten von Gefühlen. Schmerzen im oberen Bereich des Rückens stehen für Kommunikationsprobleme mit uns selbst und mit anderen. Man ist nicht wirklich offen weder zu sich noch zu anderen.

 

 

Halswirbelbereich

 

Konflikte der Gegenwart,  die akuten Themen. Erwartungsängste, selbstgewählte oder fremdbestimmte Einschränkungen der Individualität machen sich hier bemerkbar.

 

 

Beispiele für homöopathische Mittel

 

Natrium muraticum – Festhalten an dem was bewährt und bekannt ist

 

Ambra grisea – verweigert die Persönlichkeitsentwicklung

 

Carbo vegetabilis – Lebenskraft wird nicht für gesundes Eigeninteresse genutzt

 

 

 

Mittlerer Teil des Rückens

 

Der mittlere Teil des Rückens steht für die weichen Wellenbewegungen unseres Lebens, die Freiheit loszulassen und weiterzugehen.

 

 

 

Brustwirbelbereich

 

Befürchtungen von Wiederholungen unangenehmer Situationen oder Erwartungen im Zusammenhang mit Zukunft z.B.  sich beugen müssen, buckeln und dienen.

 

 

Beispiele für homöopathische Mittel

 

Spongia tosta – Wunsch, sich durch Anpassung Schutz zu verschaffen

 

Verratum album – der Selbstverrat

 

Cactus grandiflours – durchhalten in auswegloser Situation

 

 

 

Lendenwirbelbereich (unterer Rücken)

 

Selbständigkeit, Selbstsicherheit und der Glaube und Vertrauen in sich selbst sind oft geschwächt.  In traditionellen Familiengewohnheiten bewusst, meist aber unbewusst gefangen sein.

 

 

Beispiele für homöopathische Mittel

 

Aloe socotrina – schlimme Erlebnisse führen zur Lebensverweigerung

 

Calcium fluoricum – sucht halt um jeden Preis

 

Agnus castus – Verleugnung des eigenen Potentials

 

 

Kreuzbein

 

Schmerzen zeigen sich wenn gerade gravierende Veränderungen ins Leben treten( z.B. Berufswahl, Schwangerschaft, usw.) Komplette Wandlung des Gleichgewichts.

 

 

Beispiele für homöopathische Mittel

 

Colchium autumnale – überlastet sein, Festhalten an unhaltbarer Situation

 

Crocus sativus – traut sich nicht seine Besonderheit zu leben

 

Bovista lycoperdon – stark verkopft sein, gedankliche Konzepte lösen sich nicht auf

  

Die homöopathisch aufgeführten Mittel dienen als Beispiel. Von einer homöopathischen Selbstbehandlung rate ich daher dringend ab. Die homöopathische Behandlung sollte wegen der aufwendigen Symptomerhebung nur durch einen erfahrenen Heilpraktiker durchgeführt werden. Die  Chance, die richtigen Mittel in der Selbstbehandlung zu finden, ist sehr gering, da erstens das Fachwissen dafür fehlt, und da zweitens eine objektive Beurteilung der Beschwerden bei sich selbst und auch bei sehr nahen Familienangehörigen oft sehr schwierig ist.

 

   

Haltungsschäden sind also meist das Ergebnis eines ungesunden Anpassungsprozesses weil man nicht für sich selbst einsteht.

 

 

Die Dorntherapie zusammen mit den richtig ausgewählten homöopathischen Mitteln, die den Konflikt ins Bewusstsein holen, ist eine gute Methode sich dauerhaft von Rückenschmerzen zu befreien.

 

 

Wie auch in der TCM wird jedem Wirbel ein Organ zugeschrieben, d.h. Wirbelblockaden und organische Erkrankungen stehen miteinander in einer Beziehung. Über die Spinalnerven an der Wirbelsäule können durch Wirbelblockaden Informationen vom und zum Gehirn nicht richtig ausgetauscht werden. So gibt das Gehirn falsche Anweisungen an die Organe und die Krankheit nimmt ihren Lauf.

 

Jede organische Erkrankung hat auch eine psychische Seite. Somit werden Wirbelblockaden auch psychischen Defiziten zugeordnet. Damit ist die Methode nach Dorn auch ein Fenster zur Psyche.

 

Die Dorn-Methode behebt Fehlstellungen der Wirbelsäule in der Bewegung. Sie ist dadurch weit effektiver und zugleich sanfter und sicherer als andere Verfahren. Im Unterschied zur Chiropraktik wird nicht abrupt gestreckt, sondern sanft gedrückt, so dass keine Verletzungsgefahr besteht.

Neben der Wirbelsäule werden auch immer und vor allem  Gelenkfehlstellungen, Hüftfehlstellungen, Beckenverschiebungen und Beinlängendifferenzen korrigiert.

Die nach Dieter Dorn benannte, äußerst wirksame Methode zusammen mit der Breuss-Massage kann einfach und schnell bei vielen Rückenbeschwerden und Gelenkproblemen helfen. Als positive „Nebenwirkung“ können organische Leiden oder Kopfschmerzen verschwinden.